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Die Kooperationsklasse ist ein zweijähriger Bildungsgang.
Am Ende des ersten Jahres erhalten die Schüler eine
ausführliche Jahresinformation, es ergeht keine
Versetzungsentscheidung.
Die Jugendlichen erwerben am
Ende der beiden Jahre einen dem
Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss und
erfüllen die Berufschulpflicht.
Der Besuch der
Kooperationsklasse beruht auf Freiwilligkeit.
Die Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigte schließen
mit den Schulen einen Lernvertrag. Darin sind
alle Rechte
und Pflichten der drei Vertragspartner
festgeschrieben.
Die Jugendlichen verfügen
grundsätzlich
über die Motivation, sich auf weitere
zwei Jahre Schulbesuch einzulassen und sind bereit zu einem
Neuanfang.
Über beide Jahre leisten die
Jugendlichen Praktika in unterschiedlichen
Berufsfeldern.
Die Aufnahme in die
Kooperationsklasse
setzt ein Mindestalter der
Jugendlichen
von etwa 15 Jahren voraus. Sie sollten
schon
die Klasse 8 besucht haben.
Die Jugendlichen bewerben sich
nach
einer Empfehlung ihrer Schule bzw. ihres
Klassenlehrers an der Albert-Schweitzer-Schule. Die Eltern
unterschreiben die Anmeldung.
Es werden in der Regel
14
Schülerinnen und Schüler
in die Kooperationsklasse
aufgenommen.
Oberste Prinzipien der Klasse
sind
Kooperation und
Kommunikation.
Schüler - Lehrer - Eltern - Betreuer - Sozialpädagogen -
Berater der
Arbeitsagentur - Verantwortliche in
Praktikumsbetrieben - Ärzte - Jugendamt:
alle Beteiligten arbeiten eng zusammen
und stehen im
Austausch miteinander.

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"Kooperationsklassen
Hauptschule-Berufsvorbereitungsjahr verzahnen die
Hauptschule mit dem Berufsvorbereitungsjahr. Diese Maßnahme
eröffnet Schülerinnen und Schülern mit geringen Aussichten
auf einen Hauptschulabschluss neue Chancen.
In einem zweijährigen
Bildungsgang werden Hauptschule und Berufsvorbereitungsjahr
inhaltlich, organisatorisch und pädagogisch miteinander
verknüpft. Dabei wird der Bildungsplan der Hauptschule und
des Berufsvorbereitungsjahres auf die Bedürfnislagen der
Schülerinnen und Schüler dieser Klassen abgestimmt.
Zwischen Hauptschule, BVJ,
der Schülerin bzw. dem Schüler und den Eltern wird ein
Lernvertrag abgeschlossen.
Im ersten Jahr werden Kooperationsklassen in der Hauptschule
geführt, im zweiten Jahr im Rahmen des
Berufvorbereitungsjahres. Dabei werden der Bildungsplan der
Hauptschule und der des Berufsvorbereitungsjahres auf die
Bedürfnislage der Schülerinnen und Schüler der Klasse
abgestimmt.
Am Ende des zweiten Jahres können die Schülerinnen und
Schüler einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen
Abschluss erwerben."
Quelle: Kultusministerium
Baden-Württemberg/ Kooperationsklassen HS-BVJ
Die
Kooperationsklasse Hauptschule - Berufliche Schule besteht in
Lörrach seit dem Schuljahr 1997/98. Sie bietet die
Möglichkeit in einem zweijährigen Bildungsgang, einen dem
Hauptschulabschluss gleichgestellten Bildungsabschluss an
der Gewerbeschule zu erlangen. Das Angebot richtet sich an
Schüler, die ihre fünfjährige Hauptschulpflicht bereits
erfüllt haben und dennoch einen Hauptschulabschluss
erreichen wollen.
In jedem Schuljahr
wird eine Klasse mit bis zu fünfzehn Schülern gebildet. Sie
werden zuvor ausführlich über Organisation und Abläufe der
Kooperationsklasse informiert. Das Klassenlehrerteam wählt
zusammen mit einem Sozialpädagogen die in Frage kommenden
Schüler aus, die sich dann freiwillig für die Klasse
anmelden können.
Schüler der
Kooperationsklasse bringen erfahrungsgemäß Defizite in
verschiedenen Bereichen mit. Sie erhalten in der
Kooperationsklasse eine neue Chance sich mit diesen
auseinanderzusetzen und sie sukzessive zu beheben. Dies
geschieht in einem überschaubaren, aber auch engen Rahmen,
der von den Teilnehmern viel fordert.
Kooperation –
Zusammenarbeit ist unser Programm auf mehreren Ebenen. Wir
streben an, dass aus den Schülern, die zu Beginn eines jeden
Schuljahres an der Albert-Schweitzer- Schule einen Neuanfang
wagen, im Laufe der Zeit ein Team entsteht, das das Ziel
nicht aus den Augen verliert. Zur Unterstützung legen wir
großen Wert auf einen guten Kontakt zum Elternhaus, um jedem
Kind gerecht werden zu können und individuell auf es
eingehen zu können. Auch für unsere Arbeit im Team ist ein
regelmäßiger Austausch selbstverständlich. Er ermöglicht es
uns, an den Prozessen in der Klasse nah dran zu bleiben und
uns mit unseren Angeboten auf unsere Schüler einzustellen.
Schüler der
Kooperationsklasse müssen die grundsätzliche Bereitschaft
mitbringen, solche Strukturen und Verhaltensweisen, die für
ihr Ziel in der Vergangenheit nicht hilfreich und
erfolgreich waren, zu verändern. Sie brauchen Mut, um sich
auf Neues einzulassen. Sie müssen lernen wohlmeinende Kritik
anzunehmen und daraus ihre Schlüsse ziehen. Dabei legen wir
Wert auf einen wertschätzenden Umgang miteinander.
Neben dem Unterricht
in den prüfungsrelevanten Fächern Deutsch, Mathematik und
Englisch machen wir verschiedene pädagogische Angebote und
bieten Themen an, die für Jugendliche auf dem Weg zum
Erwachsenwerden wichtig sind.
In betrieblichen Praktika erhalten sie die Möglichkeit,
sich in Berufsfeldern zu orientieren und sich in diesem
Rahmen im Arbeitsleben zu bewähren. Dies kann das
Selbstwertgefühl der Schüler stärken und gibt ihnen eine
Orientierung für den Lebensabschnitt, der sich an die
allgemein bildende Schule anschließen kann.
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