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Konzept
Für eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern führt der reguläre Weg von Grundschule, Hauptschule und Berufsvorbereitungsjahr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zum Erfolg.
Jugendlichen die über eine Grundmotivation verfügen, bietet die Kooperationsklasse einen Weg, in zwei Schuljahren zu einem Schulabschluss zu gelangen und den Schritt in das Arbeitsleben zu tun.

Im ersten Jahr wird die  Kooperationsklasse an der Albert-Schweitzer-Schule unterrichtet, im zweiten Jahr wechselt die Klasse an die Gewerbeschule. Ein  kleines Team betreut die Klasse über beide Schuljahre, ist Ansprechpartner für Schule und Praktikum und steht bei der Bewältigung des Alltags zur Seite.

Die enge Verzahnung der drei Bereiche   Schule - Beruf - Leben   unterstützt die Jugendlichen auf ihrem Weg.
 

 Lebensperspektiven entwickeln

 

Prüfungsvorbereitung

 

Berufswegplanung

Klassengemeinschaft aufbauen

 

Individuelle Stoffdefizite aufarbeiten

 

Vorberufliche Orientierung

Alltag bewältigen

 

Arbeits- und Lerntechniken einüben

 

Einblick in die Arbeitswelt

 


Freiwilligkeit -- Veränderungswille - Neuanfang in einem neuen Umfeld - Vertragsverhältnis 
 
 

Grafik: Fred Kromer 2007

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Die Kooperationsklasse ist ein zweijähriger Bildungsgang.
Am Ende des ersten Jahres erhalten die Schüler eine ausführliche Jahresinformation, es ergeht keine Versetzungsentscheidung.

Die Jugendlichen erwerben am Ende der beiden Jahre  einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss und erfüllen die Berufschulpflicht.

Der Besuch der Kooperationsklasse beruht auf Freiwilligkeit. Die Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigte schließen mit den Schulen einen Lernvertrag. Darin sind
alle Rechte und Pflichten der drei Vertragspartner festgeschrieben.

Die Jugendlichen verfügen grundsätzlich
über die Motivation, sich auf weitere zwei Jahre Schulbesuch einzulassen und sind bereit zu einem Neuanfang.

Über beide Jahre leisten die Jugendlichen Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern.

Die Aufnahme in die Kooperationsklasse
setzt ein Mindestalter der Jugendlichen
von etwa 15 Jahren voraus. Sie sollten
schon die Klasse 8 besucht haben.

Die Jugendlichen bewerben sich nach
einer Empfehlung ihrer Schule bzw. ihres Klassenlehrers an der Albert-Schweitzer-Schule. Die Eltern unterschreiben die Anmeldung.

Es werden in der Regel
14 Schülerinnen und Schüler

in die Kooperationsklasse aufgenommen.

Oberste Prinzipien der Klasse sind
Kooperation
und Kommunikation.
Schüler - Lehrer - Eltern - Betreuer - Sozialpädagogen - Berater der
Arbeitsagentur - Verantwortliche in  Praktikumsbetrieben - Ärzte - Jugendamt:
alle Beteiligten arbeiten eng zusammen
und stehen im Austausch miteinander.
 


  "Kooperationsklassen Hauptschule-Berufsvorbereitungsjahr verzahnen die Hauptschule mit dem Berufsvorbereitungsjahr. Diese Maßnahme eröffnet Schülerinnen und Schülern mit geringen Aussichten auf einen Hauptschulabschluss neue Chancen.

In einem zweijährigen Bildungsgang werden Hauptschule und Berufsvorbereitungsjahr inhaltlich, organisatorisch und pädagogisch miteinander verknüpft. Dabei wird der Bildungsplan der Hauptschule und des Berufsvorbereitungsjahres auf die Bedürfnislagen der Schülerinnen und Schüler dieser Klassen abgestimmt.

Zwischen Hauptschule, BVJ, der Schülerin bzw. dem Schüler und den Eltern wird ein Lernvertrag abgeschlossen.
Im ersten Jahr werden Kooperationsklassen in der Hauptschule geführt, im zweiten Jahr im Rahmen des Berufvorbereitungsjahres. Dabei werden der Bildungsplan der Hauptschule und der des Berufsvorbereitungsjahres auf die Bedürfnislage der Schülerinnen und Schüler der Klasse abgestimmt.
Am Ende des zweiten Jahres können die Schülerinnen und Schüler einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss erwerben."

Quelle: Kultusministerium Baden-Württemberg/  Kooperationsklassen HS-BVJ

Die Kooperationsklasse Hauptschule - Berufliche Schule besteht in Lörrach seit dem Schuljahr 1997/98. Sie bietet die Möglichkeit in einem zweijährigen Bildungsgang, einen dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Bildungsabschluss an der Gewerbeschule zu erlangen. Das Angebot richtet sich an Schüler, die ihre fünfjährige Hauptschulpflicht bereits erfüllt haben und dennoch einen Hauptschulabschluss erreichen wollen. 

In jedem Schuljahr wird eine Klasse mit bis zu fünfzehn Schülern gebildet. Sie werden zuvor ausführlich über Organisation und Abläufe der Kooperationsklasse informiert. Das Klassenlehrerteam wählt zusammen mit einem Sozialpädagogen die in Frage kommenden Schüler aus, die sich dann freiwillig für die Klasse anmelden können. 

Schüler der Kooperationsklasse bringen erfahrungsgemäß Defizite in verschiedenen Bereichen mit. Sie erhalten in der Kooperationsklasse eine neue Chance sich mit diesen auseinanderzusetzen und sie sukzessive zu beheben. Dies geschieht in einem überschaubaren, aber auch engen Rahmen, der von den Teilnehmern viel fordert.

Kooperation – Zusammenarbeit ist unser Programm auf mehreren Ebenen. Wir streben an, dass aus den Schülern, die zu Beginn eines jeden Schuljahres an der Albert-Schweitzer- Schule einen Neuanfang wagen, im Laufe der Zeit ein Team entsteht, das das Ziel nicht aus den Augen verliert. Zur Unterstützung legen wir großen Wert auf einen guten Kontakt zum Elternhaus, um jedem Kind gerecht werden zu können und individuell auf es eingehen zu können. Auch für unsere Arbeit im Team ist ein regelmäßiger Austausch selbstverständlich. Er ermöglicht es uns, an den Prozessen in der Klasse nah dran zu bleiben und uns mit unseren Angeboten auf unsere Schüler einzustellen. 

Schüler der Kooperationsklasse müssen die grundsätzliche Bereitschaft mitbringen, solche Strukturen und Verhaltensweisen, die für ihr Ziel in der Vergangenheit nicht hilfreich und erfolgreich waren, zu verändern. Sie brauchen Mut, um sich auf Neues einzulassen. Sie müssen lernen wohlmeinende Kritik anzunehmen und daraus ihre Schlüsse ziehen. Dabei legen wir Wert auf einen wertschätzenden Umgang miteinander. 

Neben dem Unterricht in den prüfungsrelevanten Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch machen wir verschiedene pädagogische Angebote und bieten Themen an, die für Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden wichtig sind.
In betrieblichen Praktika erhalten sie die Möglichkeit, sich in Berufsfeldern zu orientieren und sich in diesem Rahmen im Arbeitsleben zu bewähren. Dies kann das Selbstwertgefühl der Schüler stärken und gibt ihnen eine Orientierung für den Lebensabschnitt, der sich an die allgemein bildende Schule anschließen kann.

Das Konzept der Kooperationsklasse unterliegt einem stetigen Entwicklungsprozess. Das Team überprüft fortlaufend Voraussetzungen und Ergebnisse und passt einzelne Bausteine an die jeweiligen Gegebenheiten an. Eine jährliche Klausurtagung bietet den Rahmen zur Selbstevaluation unter Anleitung eines entsprechend qualifizierten Sozialpädagogen des BBQ Berufliche Bildung gGmbH.                                                     

Konzeptentwicklung, Planung und Umsetzung:

Fred Kromer - Heidi Leyk
Klassenlehrer der Kooperationsklasse

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